Sexual Health

Wissen ist Macht – auch im Bett. Was du über HPV wissen solltest

Zwischen Spaß und Leidenschaft: Was tut mir gut? © MSD Sharp & Dohme GmbH - ENTSCHIEDEN. Gegen Krebs

Im Bett läufts – aber wie steht es mit deiner sexuellen Gesundheit? Wer beispielsweise über HPV und Möglichkeiten zur Krebsprävention informiert ist, kann sich frühzeitig mit dem eigenen Impfstatus und weiteren möglichen Vorsorgemaßnahmen auseinandersetzen.

Ob Dating, Situationship oder die erste große Liebe – egal, wie dein Liebesleben gerade aussieht: Sexuelle Gesundheit gehört genauso dazu wie eine gute Zeit im Bett. Denn ebenso, wie du dich eben dort ausprobieren möchtest, gibt es doch auch ein paar Themen, die dabei nicht vergessen werden wollen: Eines davon ist HPV.

Denn Humane Papillomviren (HPV) können in bestimmten Fällen gewisse HPV-bedingte Krebsarten auslösen und sind alles andere als selten. Im Gegenteil: Schätzungsweise infizieren sich etwa vier von fünf Menschen im Laufe ihres Lebens sogar mehrmals damit. Außerdem erkranken in Deutschland aktuell pro Jahr etwa 10.000 Personen an HPV-bedingtem Krebs. Dies zeigt: HPV ist Teil der Realität und kein Ausnahmefall. Umso wichtiger ist es zu wissen, welche Möglichkeiten der Krebsprävention es gibt, um bestimmten HPV-bedingten Krebsarten vorzubeugen.

HPV: Warum das Thema jede:n betrifft

HPV ist die Abkürzung für Humane Papillomviren – eine Gruppe von Viren, mit denen sich Frauen und Männer anstecken können. Die Übertragung erfolgt meist beim intimen Haut- und Schleimhautkontakt. Die gute Nachricht: In den meisten Fällen schafft es das Immunsystem, die Infektion innerhalb von etwa einem Jahr wieder zu eliminieren. Man merkt häufig gar nichts davon.

Bleibt eine Infektion mit bestimmten krebsauslösenden HPV-Typen jedoch bestehen, können sich über viele Jahre bestimmte HPV-bedingte Krebsarten und deren Krebsvorstufen entwickeln. Gebärmutterhalskrebs wird beispielsweise fast vollständig durch HPV ausgelöst. Weltweit wird außerdem geschätzt, dass etwa jede 20. Krebsdiagnose auf HPV zurückzuführen ist.

Genau deshalb möchte die Initiative "ENTSCHIEDEN. Gegen Krebs." mehr Aufmerksamkeit für das Thema schaffen und verständlich darüber informieren, warum Gesundheitsvorsorge und Wissen rund um HPV so wichtig sind.

Sexuelle Gesundheit ist nicht peinlich, sondern gehört einfach dazu. © MSD Sharp & Dohme GmbH - ENTSCHIEDEN. Gegen Krebs

Wie kann ich bestimmten HPV-bedingten Erkrankungen vorbeugen?

Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht. Kondome können das Risiko einer HPV-Übertragung zwar verringern, bieten aber keinen vollständigen Schutz. Das liegt daran, dass die Viren auch über Hautbereiche übertragen werden können, die nicht vom Kondom bedeckt sind.

Die wichtigste Maßnahme, um bestimmten HPV-bedingten Erkrankungen vorzubeugen, ist deshalb die HPV-Impfung. Sie ist ab einem Alter von 9 Jahren möglich und sollte idealerweise vor einer möglichen Infektion erfolgen. Gleichzeitig gilt: Je jünger die geimpfte Person, desto besser reagiert das Immunsystem darauf.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die HPV-Impfung für Mädchen und Jungen zwischen 9 und 14 Jahren mit dem Nachholen der Impfung bis zum Tag vor dem 18. Geburtstag. Eine Impfung danach kann aber immer noch individuell sinnvoll sein! Denn selbst wenn man sich mit einem oder mehreren HPV-Typen infiziert hat, bedeutet das nicht automatisch, dass eine Impfung keinen Nutzen mehr haben kann. Welche Möglichkeiten es in deinem individuellen Fall gibt, kannst du gemeinsam mit deiner Ärztin oder deinem Arzt besprechen.

Gut zu wissen: Viele gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten der HPV-Impfung auch für volljährige Frauen und Männer. Hier kannst du checken, ob deine Krankenkasse dabei ist.

Übrigens spielt dein aktueller Beziehungsstatus dabei keine Rolle. Ob Single oder in einer festen Beziehung – HPV kann die meisten betreffen. Eine HPV-Infektion ist außerdem kein Hinweis auf Untreue. Zwischen einer Ansteckung und einem auffälligen Befund können viele Jahre liegen.

Deutschland 2024: Nur 61 % der Mädchen und 33 % der Jungen waren mit 18 geimpft. © MSD Sharp & Dohme GmbH - ENTSCHIEDEN. Gegen Krebs

Warum es so wichtig ist, über sexuelle Gesundheit zu sprechen

Wir sprechen selbstverständlich über Mental Health, Ernährung oder die typischen Volkskrankheiten, doch genauso selbstverständlich sollte auch die sexuelle Gesundheit sein, oder? Dazu gehört, Fragen zu stellen, sich zu informieren und Unsicherheiten offen anzusprechen – mit Freund:innen, Partner:innen und auch in der gynäkologischen oder urologischen Praxis.

Bescheid zu wissen ist in vielen Lebensbereichen der erste Schritt zur Selbstermächtigung. Wenn du weißt, wie HPV übertragen wird, welche Rolle die Impfung spielen kann und welche Möglichkeiten der Vorsorge es gibt, kannst du eine informierte Entscheidung für deine eigene Gesundheit treffen. Und dafür braucht es gar nicht viel Aufwand – einfach hin und wieder den Impfpass checken oder beim nächsten Vorsorgetermin das Thema HPV ansprechen. That’s it!

Vereinbare jetzt einen Beratungstermin bei deinem Arzt oder deiner Ärztin, um die nächsten Schritte zur individuell sinnvollen HPV-Impfung zu klären.

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